Cäcilia Grossenseebach
Cäcilia Grossenseebach

              Kapellenkirchweih 2017

Cäcilia Chor feiert ein Fest der leisen Töne

"Fränkischer Tag" 17.07.2017 - R. Sänger

 

Der Großenseebacher Gesangverein Cäcilia erfüllt seit 1979 die Hubertuskapelle durch eine Kirchweih mit Leben.

 

Die Hubertuskapelle an den Karpfenweihern bei Großenseebach war am Sonntag wieder das Ziel zahlreicher Besucher aus Großenseebach und des Seebachgrundes. Seit 1979 wird im Juli die Kapellenkirchweih des Gesangvereins Cäcilia Großenseebach abgehalten.


Zur besinnlichen ökumenischen Andacht konnte Vorsitzende Ortrud Günther erstmals Pfarrerin Karola Schürrle aus Herzogenaurach und Pater Claus Bayer von Notre Dame de Vie aus Weisendorf begrüßen. In seiner Ansprache erklärte Pater Bayer, dass die Hubertuskapelle ein Ausrufezeichen Gottes sei und die Menschen dankbar für die Vielfalt der Schöpfung mit ihrer wunderbaren Natur und der schönen Landschaft sein sollten.

 

Er erinnerte auch an die Legende des Heiligen Hubertus, der naturverbunden gewesen sein soll und eine tiefgründige Botschaft an die moderne Menschheit hinterlassen habe. "Wir leben in einer Zeit der vielen Worte, mit Internet, Handy, Facebook, aber die vielen Worte sagen meistens nichts aus", erklärte der Pater. Mit dem Wort Gottes verhalte sich das aber anders. "Gottes Wort ist nicht hohl und leer, sondern kraftvoll und voller Festigkeit, so wie die Natur ringsum die Kapelle."

 

Passend dazu sangen der Cäcilia-Chor unter der Leitung von Udo Reinhart und die Seebachspatzen, geleitet von Silke Articus, das Lied: "Schau auf die Welt", in dem Gott für die Früchte des Gartens und der Felder sowie der Wälder gedankt wird. Die musikalische Umrahmung der Andacht hatte der Posaunenchor Kairlindach mit seinem neuen Leiter Noah Übelacker übernommen. Der Andacht schloss sich ein gemütlicher Nachmittag mit reichlich Kuchen und Kaffee sowie Bratwürsten an.
Hubertus ist bekanntlich der Schutzpatron der Jäger, Förster sowie Waldarbeiter, und der Bau der Hubertuskapelle geht auf die Niederndorfer Familie Gumbmann zurück, die das Jagdrecht in Großenseebach hatte. Aus den früheren Steinbrüchen brachen die Rechtler Sandstein für ihre Häuser. Daraus entstand auch die Hubertuskapelle, die Decke und das Gestühl stammen aus dem Seebacher Wald, und der Altar im Freien ist ein Sandsteinfindling aus der Gemarkung.
In ihrer Ansprache erinnerte die Vorsitzende an den verstorbenen Adam Gumbmann, dem die Großenseebacher diesen idyllischen Ort zu verdanken haben und der in früheren Jahren an jeder Kapellenkirchweih teilnahm. So war es der Wunsch der Familie Gumbmann, die Kapelle mit Leben zu erfüllen. Dies war dann für den Gesangverein Cäcilia Anlass, seit 1979 hier die Kapellenkirchweih auszurichten. Inzwischen ist es eine feste Einrichtung geworden, an einem Sonntag im Juli dort zusammenzukommen, miteinander fröhlich einen ökumenischen Gottesdienst zu halten und danach vergnügt beieinander zu sitzen. All dieses inmitten von saftigen Wiesen, springenden Karpfen und erntereifem Getreide. Es ist eine Kirchweih besonderer Art - ohne laute, schrille Festmusik, die das Aufeinanderhören unmöglich macht.

 

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