Cäcilia Grossenseebach
Cäcilia Grossenseebach

Die Hubertuskapelle

Hubertuskapelle Hubertuskapelle

 

Seit dem späten Mittelalter werden kleine Gebäude, die Gottesdiensthandlungen dienen, nach dem Lateinischen "Cappella" , was soviel wie "kleines Bethaus" heißt, Kapellen genannt. Ein solches "kleines Bethaus" steht am Rande eines dichten Nadelwaldes, inmitten von idyllischen Karpfenweihern in der Gemarkung Großenseebach.

Im Jahre 1857 wurde vom königlichen Staatsärar des bayrischen Königshauses Großenseebacher und Rainersdorfer Bauern 655,75 Tagwerk Wald zum Preis von 3000 Gulden verkauft. Diese Bauern erwarben damit das Nutzungsrecht des Waldes und der darin befindlichen Steinbrüche.
37 Rechtler schlugen hier in der Folgezeit ihr Nutz-, Bau- und Brennholz. Aus den Steinbrüchen brachen Sie den Sandstein für Ihre Häuser und den Sand für Ihre Wege. Aus diesen örtlichen Baumaterialien entstand die Hubertuskapelle, die Decke und das Gestühl stammt aus dem Seebacher Wald und der Altar im Freien ist ein Sandsteinfindling aus der Gemarkung.

Die Familie Gumbmann, die das Jagdrecht hier gepachtet hat, und alteingesessene Großenseebacher Familien schufen an dieser Stelle einen idyllischen und besinnlichen Ort in der so typischen Weiher und Waldlandschaft des Seebachgrundes. Besonders anrührend ist die schlichte, bäuerliche Darstellung der Mutter Gottes im östlichen Erker der Kapelle und die symbolische Verbindung bäuerlicher und und jagdlicher Szenen mit der Christusgeschichte in den Glasfenstern.
Die Kapelle wurde in der Amtszeit des Altbürgermeisters Konrad Schmitt gebaut, der auch langjähriges Mitglied und ein großer Freund des Gesangvereins Cäcilia war.

Wunsch der Familie Gumbmann war es, die Kapelle mit Leben zu erfüllen. Dies ist für den Gesangverein Cäcilia Anlass, seit 1979 hier die Kapellenkirchweih auszurichten. Inzwischen ist es eine feste Einrichtung geworden, am letzten Sonntag im Juli hier zusammenzukommen und miteinander fröhlich einen ökumenischen Gottesdienst zu halten und danach vergnügt beieinander zu sitzen. All dieses inmitten von saftigen Wiesen, springenden Karpfen und erntereifem Getreide. Es ist eine Kirchweih besonderer Art - ohne laute, schrille Festmusik, die das aufeinander Hören unmöglich macht.

 

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Cäcilia Gesangverein e.V.
Föhrenweg 16
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